jump to navigation

[PS3] Weapons of Fate Juni 10, 2009

Posted by grasimar in Action, Playstation 3.
trackback

Von: Warner Interactive
ASIN: B001MIKAOA
Preis: 39,90 EUR (Amazon)

Cover

Als voriges Jahr die Comicverfilmung Wanted in die Kinos kam, war ich als großer Fan der Serie natürlich sehr gespannt auf das Ergebnis. Obwohl der Film sich nur in den Grundzügen an die Vorlage hielt und immens abwich, war es trotzdem ein gelungenes Actionspektakel der Marke „Hirn aus und durch!“. Trotz der Tatsache, dass Frau Jolie so aussah, als könnte sie mal wieder eine gute Portion Kartoffelsalat mit Frikadellchen gebrauchen, fand ich den Film wirklich sehenswert.
Jetzt gibt es für die Playstation 3 das passende Videospiel zum Film, das die Handlung des Streifens weiterführt.

„Wanted – Weapons of Fate“ heißt das gute Stück, das die Spieler in die Rolle von Wesley Gibson schlüpfen lässt.
Der hat sein Looser-Leben hinter sich gelassen und schlägt sich jetzt als Killer durchs Leben. Ebenso wie im Film, gibt es bei Weapons of Fate eine Geschichte, die in zwei Handlungsträngen erzählt wird. In einem Strang schießt man sich in der Jetztzeit als Wesley durch die Landschaft, während man in der Vergangenheit als dein Dad die Kugeln kurven lassen darf. Ähnlich wie beim Film dient die Story bei Weapons of Fate aber eigentlich nur dazu die Actionsequenzen miteinander zu verbinden.

Natürlich besitzt die Familie Gibson allerlei raffinierte Tricks, um die Kugeln dorthin zu befördern, wo sie hingehören: in die Gegner. Im Laufe des Spiels gibt es immer wieder kurze Trainingssequenzen, in denen Wesley seine Fähigkeiten erhält und man diese ausprobieren kann. Dadurch entsteht eine gelungene Lernkurve, die dem Spieler den Zugang zum Spiel erleichtert. Das Geschehen in den Actionsequenzen von Weapons of Fate überzeugt nicht gerade durch Originalität, zwar kommen hier ein paar nette Spezialfähigkeiten zum Einsatz, wie das „drehen“ der Kugeln oder ein Adrenalinschub, der die Umgebung in ein Zeitlupenmodus versetzt, so dass man gleich mehrere Schergen in einem Zug erledigen kann. Klingt alles nicht sehr neu und ist es auch nicht. Auch, dass man dabei immer von Deckung zu Deckung hechtet, hat man schon oft gesehen.
Obwohl diese klassischen Elemente an sich nicht schlecht sind, werden sie bei Weapons of Fate sehr schnell zur Routine, noch verstärkt von der Tatsache, dass das Spiel sehr Linear aufgebaut ist. Es gibt weder Abkürzungen, noch alternative Wege sondern es geht immer schön in eine Richtung.  Leider wird das mit der Zeit recht eintönig, was der Langzeitmotivation des Spiels nicht wirklich zuträglich ist. Immerhin kommt es mal gelegentlich zu spaßigen Quick-Time-Events oder dem Einsatz eines schweren Maschinengewehrs. Dazu kommt noch, dass Weapons of Fate gerade mal eine Spielzeit von 4-6 Stunden bietet und keinen Multiplayer-Modus anbietet.
screenshot1

Die Grafik von Weapons of Fate bewegt sich auf durchschnittlichem Niveau. Sie ist beileibe nicht schlecht, kann aber mit Grafikmonstern wie Killzone oder Resident Evil 5 einfach nicht mithalten. Dafür läuft sie sehr flüssig und kann sogar durch gelungene Licht- und Partikeleffekte punkten. Auch in Sachen Sound kann sich Weapons of Fate hören lassen. Die Schusswechsel klingen sehr realistisch und dynamisch, und dank des Originalsoundtracks des Films, kommt man in Punkto Hintergrundmusik wirklich auf seine Kosten. Die englische Sprachausgabe ist sehr professionell und für Fremdsprachenmuffel gibt es natürlich Untertitel. Da wir in Deutschland ja fleißige Sittenwächter haben, ist die einheimische Version dieses Spiels an vielen Stellen entschärft worden, wobei man schon fast beschnitten sagen könnte. So tauchen in den Zwischensequenzen teilweise unschöne schwarze Balken auf, die besonders blutige Stellen überdecken.

Wanted – Weapons of Fate ist alles in allem eine recht ordentliche Filmumsetzung geworden. Zwar krankt es an der mangelnden Abwechslung und der kurzen Spielzeit, weiß aber präsentationstechnisch durchaus zu überzeugen. Die Schießorgien, gepaart mit den Fähigkeiten der Assassine und dem Deckungssystem, machen schon eine Zeitlang Spaß, können aber leider nicht lange motivieren. Auch das Fehlen eines Multiplayer-Modus – sei es für Koop-Spieler oder klassische Deathmatches – ist heut zu Tage kaum noch zu entschuldigen. Wer den Film gemocht hat, sollte auf jeden Fall mal einen Blick auf Wanted – Weapons of Fate werfen, denn für ein paar Spielstunden Spaß ist das Spiel auf jeden Fall gut.

Mit freundlichem Dank an die X-Zine

Kommentare»

No comments yet — be the first.